Lagerhaus G

Gerrit Christiaan Hommes – „Zur Arbeit eingesetzt“

Gerrit Christiaan Hommes kommt am 4. Februar 1911 in Groningen (Niederlande) zur Welt. Am 10. Oktober 1944 wird der 33-jährige Krankenversicherungsexperte in seiner Heimatstadt verhaftet und mit mehr als 60 Männern aus Groningen am 16. Januar 1945 nach Hamburg ins LAGERHAUS G deportiert. Seine Häftlingsnummer lautet damals 69644. Er gehört zwar nicht zu den „TORSPERRE“-Häftlingen, deren Todesurteil im Voraus feststeht, aber letztlich läuft es in dem KZ-Außenlager auf das Gleiche hinaus. „Zur Arbeit eingesetzt“ stirbt er nach verrichteten Zwangseinsätzen am 21. Februar 1945 am Dessauer Ufer an „Erschöpfung und Krankheiten“, weiß sein Großneffe Floris Hommes. Heute erinnert eine Gedenktafel an ihn und die anderen Männer, die vom NS-Regime aus den Niederlanden deportiert und danach getötet werden: „Niemand ist lebend nach Hause gekommen“, steht auf der Tafel.

Gerrit Christiaan Hommes war der Bruder des Großvaters von Floris Hommes, also dessen Großonkel. Diese familiäre Verbindung ist für Floris Hommes Impuls, sich für die Stiftung als Vorsitzender zu engagieren.

Weitere Links:

Digitaal Monument Gerrit Christiaan Hommes
War Lives – Timeline Gerrit Christiaan Hommes
Ehrenliste der Gefallenen 1940 – 1945
Open Archives – Gerrit Christiaan Hommes